Pfarrer Miloš Raban verstorben

Am Freitag, den 7. Januar 2011 verstarb nach einem langen Krebsleiden im Reichenberger Kreiskrankenhaus Miloš Raban, Priester der Diözese von Leitmeritz, Pfarrer in Raspenau und Administrator excurrendo in Haindorf und Einsiedel und Direktor des Internationalen Zentrums der geistlichen Erneuerung in Haindorf.

 

Geboren wurde er am 20. Juni 1948 in Christofsgrund bei Reichenberg. Er war das älteste von drei Kindern. Nach dem Abitur studierte er an der Technischen Universität in Prag. 1977 verließ er seine Heimat und ging nach Italien, um Theologie und Philosophie zu studieren. Seinen Doktortitel hat er an der Päpstlichen Pontificia Universitá Gregoriana erworben. Zum Priester wurde er am 9. November 1985 in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom geweiht. Die letzten fünf Jahre vor seiner Rückkehr nach Haindorf hat er in Frankfurt am Main verbracht. Als er nach der Wende 1990 zurückkam, wurde ihm von der Leitmeritzer Diezöse die Haindorfer Kirche mit dem Franziskanerkloster zugeteilt.

 

Pfarrer Miloš Raban ist es gelungen, das nach der gewaltsamen Vertreibung der Mönche im Jahre 1950 und vom kommunistischen Regime in einem erbärmlichen Zustand hinterlassene Franziskanerkloster neu zu gestalten, die Kirche, einst das zweitwichtigstes Pilgerziel im Habsburger Reich, zu renovieren und die alten Traditionen wieder einzuführen. Nicht zuletzt durch die jährliche, über die Landesgrenzen hinaus bekannte Wallfahrt, die er ins Leben gerufen hat, ist Haindorf wieder ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Zu seinem persönlichen Verdienst gehört auch der Aufbau des Internationalen Zentrums der geistlichen Erneuerung, in dem man die Nähe Gottes spürt. Dank seines unermüdlichen Einsatzes wurde das Zentrum nach einer fünfjährigen Bauzeit am 5. Januar 2001 eröffnet. Durch seine Initiative hat er sich ein hohes Ansehen erworben und erfreute sich großer Beliebtheit. Er war ein Mensch mit einer unerschöpflichen Energie. Er war ein engagierter Priester, Ratgeber und Helfer für alle, die ihn aufsuchten. Ein gewaltiges Werk wurde von ihm vollendet. Für seine außerordentlichen Verdienste wurde er im Oktober 2010 in Reichenberg ausgezeichnet. Sein Name bleibt auf ewig mit Haindorf verbunden. Wir haben ihm viel zu verdanken.

 

Die Totenmesse wurde von Mons. Jan Baxant, Bischof aus Leitmeritz, am 17. Januar 2011 um 13 Uhr in der Basilika Maria Heimsuchung in Haindorf zelebriert. Anschließend fand der Verstorbene in der Gruft der Kirche seine letzte Ruhe.

  Text und Foto: Beran Stanislav (8.2.2011)

Free Website Translator
free counters