Absturz des US Bombers "City of Savannah" bei Minkwitz

Noch heute ist der Bomberabsturz vom 5. März 1945 in der Nähe von Minkwitz (bei Friedland) bei den ehemaligen Einwohnern und den Ein- wohnern der umliegenden Ortschaften in guter Erinnerung. Wie man kurz vor dem Jahresende aus der Presse entnehmen konnte, plant die Bürgerinitiative in Dörfel (Víska) vor dem Gelän- de der ehemaligen Fa. Hermann Polack Söhne ein Denkmal zu errichten.

 

Der Bau des Denkmals wird durch Spenden verschiedener Organisationen, Privatpersonen, Firmen und anderen Institutionen finanziert. 

 

Das Denkmal soll an den Flugzeugabsturz des amerikanischen Bombers Boeing B-17G 42-97542 "City of Savannah" erinnern, der sich vor 70 Jahren ereignet hatte. Der schwere, viermotorige Langstrec-kenbomber der Boeing Airplane Company, wurde auch „Fliegende Festung“ genannt. Es war das bekannteste Flugzeug der US-Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg und war dafür bekannt, trotz schwerer Schäden noch flugfähig zu sein. Die voll- ständige Besatzung einer Flying Fortress bestand aus zehn Personen, vier davon waren ausschließlich MG-Schützen.

 

Am Montag, den 5. März 1945, in den frühen Morgenstunden, startete das Flugzeug von dem Militär-flugplatz in Knettishall, Suffolk in England. Das Ziel waren die Städte Plauen und Chemnitz. Die Crew bestand an diesem Tag aus dem Kapitän Ralph Wado Kittle und weiteren acht Soldaten. Nachdem die Bomben abgeworfen wurden, wurde das Flugzeug im Bereich Graslitz (Karlsbader Region) von der deutschen Luftabwehr getroffen. Die Besatzung blieb unverletzt aber zwei Motoren fielen aus. Da die Leistung nicht mehr ausreichte, um bis nach England zurückzufliegen, beschloss der Pilot, über die deutsch-russische Front bis zu den russischen Linien zu fliegen.

 

Als das dritte Triebwerk ausfiel, gab er daraufhin den Befehl zum Abspringen. Den Männern gelang trotz der geringer Höhe der Absprung. Die Leute beobachten, wie sich unter dem Flugzeug ein Fallschirm nach dem anderen öffnet. Der Letzte hat es nicht geschafft. Es war Robert Hoyt Warren. Ihm glückte es nicht mehr noch rechtzeitig aus dem Militärflugzeug herauszuspringen. Sein Fallschirm hatte sich nicht geöffnet und er kam ums Leben. Sekunden später kippte die Maschine steil nach unten und zerschellte mit einem ungeheuren Aufschlag neben dem Bahngleis.

 

Die aus dem Flugzeug abgesprungenen Soldaten wurden von deutschen Soldaten gefangen genommen und gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Glücklicherweise kehrten alle acht Soldaten unversehrt nach dem Kriegsende in die USA zurück. Der tote Soldat Robert Hoyt Warren wurde in Weigsdorf auf dem kleinen Dorffriedhof  bestattet. 1946 wurde sein Leichnam exhumiert und in die USA überführt. Von der ganzen Mannschaft lebt heute nur noch der Bugschütze Irwin Wolf Boxer.

 

Zum 70. Jahrestag (7. März 2015) soll das Denkmal in Dörfel enthüllt werden. Zu der Erinnerungsfeier werden die Mitarbeiter der US-Botschaft und die Vertreter der Ortschaften Reichenberg und Weigsdorf eingeladen.                                                                                                                            

                                                                                                       © Stanislav Beran – 30.12.2014

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