Einwohnerzahl - 438 (Stand 1. Januar 2012)

 

 

 

Schönwald liegt vier Kilometer nordöstlich von Friedland und erstreckt sich entlang des Baches Rasnitz im Isergebirgsvorland. Nördlich erhebt sich der Kratzerberg, 420 m, an dem sich ein Basaltsteinbruch befindet. Im Nordosten liegt der Damerich, 433 m, südlich der Hoher Stein, 495 m und im Westen der Resselberg, 399 m. Durch Schönwald führt die Eisenbahnnebenstrecke von Friedland über Neustadt a. T. nach Heinersdorf a. T.

 

 

Geschichte

 

Das Dorf entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, aus dieser Zeit stammt auch die Kirche der hl. Helena. Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Kirche 1346 in einem Schriftstück des Bistums Meißen. 1381 wurde Schönwald im Urbar der Herrschaft Friedland aufgeführt. Besitzer waren zu dieser Zeit die Biebersteiner. Seit dem 15. Jahrhundert besaß die Familie Etzel Schönwald und umliegende Dörfer als Lehngut. Mit dem Tode von Wolf Etzel erlosch das Geschlecht 1574 und das Lehngut fiel den Herrn von Redern auf Friedland zu. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurden die Güter Christoph von Rederns konfisziert und an Albrecht von Waldstein übergeben. Nach dessen Ermordung erhielt Matthias von Gallas die Herrschaft. Seine Nachfahren und ab 1757 die Grafenlinie Clam-Gallas besaßen die Ländereien bis zu ihrer Enteignung im Jahre 1945 Im Laufe der Geschichte wuchs Schönwald mit Rückersdorf zu einem geschlossenen Besiedlungsgebiet zusammen. Die an der Flurgrenze beider Orte gelegene Schönwalder Kirche war Pfarrkirche für beide Dörfer und auch der Friedhof wurde gemeinsam genutzt.

 

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften entstand 1850 die politische Gemeinde Schönwald im Bezirk Friedland. Entlang der Kaiserstraße nach Seidenberg bildete sich die Kolonie Neu Schönwald. Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde 1095 Einwohner. Am 2. August 1902 nahm die Friedländer Bezirksbahn die Lokalbahn-strecke von Friedland nach Heinersdorf in Betrieb. 1930 lebten in dem Dorf 1040 Menschen. 1939 hatte Schönwald 970 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Mit Beginn des Jahres 1961 erfolgte die Auflösung des Kreises Friedland, Schönwald wurde dadurch Teil des Kreises Reichenberg.

 

1980 wurde Schönwald zusammen mit Bärnsdorf und Rückersdorf zu einer Gemeinde Rückersdorf zusammengelegt, die sich 1990 wieder auflöste.

 

Schönwald besteht heute aus 110 Wohnhäusern und 41 Ferienhäusern.

 

 

 

 

 

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